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zuletzt aktualisiert:
10.11.2018

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Ortsklub Krenglbach-Pichl
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Nach den Plänen des Umweltministers Nikolaus Berlakovich soll jedem Liter Benzin, künftig automatisch zehn Prozent Ethanol zugemischt werden ("E10"), wobei Ethanol aus Mais, Getreide oder Zuckerrüben gewonnen wird.

"Auf Autofahrerinnen und Autofahrer, die jetzt schon durch extrem gestiegene Autokosten belastet sind, kommt durch E10 eine weitere, doppelt und dreifache Belastung dazu, ohne dass positive Umwelteffekte gewährleistet sind", führt ARBÖ-Generalsekretärin Lydia Ninz als Hauptargument dagegen an. Erstens kostet die Beimischung von Ethanol mehr, zweitens braucht es wegen der Beimischung mehr Treibstoff, um dieselbe Strecke zu fahren, sodass sich der Liter Benzin in Summe um bis zu 4 Cent verteuert. Drittens gibt es Autos, die so eine Beimischung nicht verkraften und die Fahrzeugbesitzer dazu zwingt, auf noch teurere Alternativen auszuweichen und eine kalte Abwertung älterer Gebrauchtwagen bedeutet. Deshalb sagen wir: "Tanke Mais um keinen Preis!".

 

Unterschreiben Sie deshalb hier und jetzt gegen die frühzeitige Einführung von E10!
 

 

Was ist E10?

E10 ist Benzin, dem knapp 10 Prozent Ethanol beigemischt wird. Ethanol wird gewonnen aus Mais, Getreide und Zuckerrüben. Derzeit wird in Österreich Benzin bereits knapp fünf Prozent Ethanol und Diesel knapp sieben Prozent Biodiesel aus Raps zugemischt.

Warum lehnt der ARBÖ die Einführung von E10 strikt ab?


Die Einführung von E10 wäre mit einer weiteren Teuerung für die ohnehin stark belasteten Autofahrerinnen und Autofahrer verknüpft. Außerdem gehören Lebensmittel auf den Teller und nicht in Tank! Solange Menschen an Hunger sterben müssen, weil Ackerbauflächen für die Produktion von Treibstoffen reserviert werden, kommt die Einführung von E10 in Österreich nicht in Frage. Weiters ist der Umweltnutzen noch nicht nachgewiesen und viele Autos würden durch diese Kraftstoffmischung geschädigt. Welche Fahrzeuge E10 überhaupt vertragen ist ungeklärt.

Wieso könnte die Einführung von E10 eine Teuerungswelle nach sich ziehen?

Der Spritpreis ist Indikator für die gesamte österreichische Wirtschaft. Die Vergangenheit hat gezeigt: Sind die Spritpreis hoch, verteuert sich auch alles andere, da beispielsweise Frächter das teure Tanken weiterverrechnen und in Folge auch Produkte in den Supermärkten mehr kosten. Hinzu kommt: Wird Getreide nicht für Lebensmittel, sondern auch zur Spriterzeugung angebaut, kann man sich ausrechnen, dass Lebensmittel, wie Brot, langfristig auch teurer werden.

Wieso ist der ARBÖ gegen einen "Bio-Treibstoff"?


Die Bezeichung "Bio" ist irreführend. Die Herstellung von E10 ist ein komplexer chemischer Vorgang und die Verwendung von E10 bringt der Umwelt rein gar nichts. Im Gegenteil: Die verstärkte Produktion von Biokraftstoffen führt zu einer hohen Belastung der Umwelt. Europa müsste die Herstellung zertifizieren, damit die nachhaltige Umweltverbesserung durch biogene Treibstoffe gewährleistet würde. Da Treibstoffe auch importiert werden, reicht es nicht aus, nur das im Inland gewonnene Ethanol auf Nachhaltigkeit zu zertifizieren. Durch den Einsatz riesiger Mengen an Pestiziden und Kunstdüngern ist auch der Anbau von Mais, Getriede und Zuckerrüben alles andere als "bio": Böden und Grundwasser werden damit massiv belastet!